Was wir meinen, wenn wir „KI” sagen
In einer Runde von vier Leuten sagen alle „KI" und meinen vier verschiedene Dinge. Ein Coding-Agent, ein Chatbot, ein Klassifikationsmodell und ein sicherheitsrelevantes, unabhängig geprüftes Machine-Learning-System zur Kollisionsvermeidung in der Containerlogistik, das sind grundverschiedene Anwendungen. Sie haben wenig mehr gemeinsam als das Buzzword. Solange das unausgesprochen bleibt, redet man aneinander vorbei.
Für unsere Arbeit unterscheiden wir deshalb mindestens vier Bereiche:
- Generative Assistenz:Chat, Textentwürfe, Recherche, Erklärungen. Nützlich, mit begrenztem Risiko, solange ein Mensch das Ergebnis prüft.
- Coding-Agents: Werkzeuge, die Code lesen, schreiben, testen und in unsere Entwicklungsprozesse eingreifen. Hier passieren für uns derzeit die interessantesten und folgenreichsten Entwicklungen.
- Klassische ML-Verfahren: Vorhersage, Klassifikation, Anomalieerkennung. Erprobt, gut messbar, oft die passendere Antwort als ein Sprachmodell.
- Automatisierte Entscheidungen über Menschen: Bewerbungen, Kredite, Leistungsansprüche. Der Bereich, in dem Fehler am meisten wehtun und in dem wir am kritischsten sind.
Daher wollen wir mit Menschen sprechen und keine generierten Requirements entgegennehmen, denn wir müssen einordenen können, um was es sich handelt damit wir gemeinsam nachhaltige Entscheidungen treffen können.
