Zu Besuch auf dem Scrum Day 2022

Es ist 5:30 Uhr als am Donnerstag, den 30. Juni 2022, mein Wecker klingelt. Das ist definitiv nicht meine Zeit… Die Vorfreude auf einen spannenden Tag hilft mir aber aus den Federn zu kommen und so stehe ich pünktlich um 6:17 Uhr am Bahnsteig, um mit der S-Bahn von Karlsruhe nach Filderstadt zu fahren. Auf der Strecke gibt es eine Störung, so dass sich meine Abfahrt um einige Minuten verspätet. Ich fahre heute zum ersten Mal durch den neuen U-Bahntunnel. Den Anschluss in Durlach verpasse ich aufgrund der Verzögerung und damit auch den Start vom Scrum Day…

Tag 1

Zu spät kommen hat in diesem Fall auch einen Vorteil, denn es gibt nur noch wenige Namensschilder am Empfang der Filharmonie in Filderstadt. So ist der Aufkleber mit meinem Namen schnell gefunden. Von der Begrüßung bekomme ich zwar nicht mehr viel mit, aber wenigstens bin ich noch pünktlich zu den ersten Vorträgen.

Da meistens 4 Vorträge parallel laufen, ist es nicht immer ganz einfach sich für ein Thema zu entscheiden. In der ersten Session ist für mich aber klar, dass ich mir anhören möchte, was Marc Löffler zu sagen hat. Marc Löffler kenne ich von seinem Podcast “Passionate Scrum Master” und seinem Buch “Die Scrum Master Journey”. Am Ende seines Vortrages lernen wir uns noch persönlich kennen und können uns kurz austauschen.

Zu Besuch auf dem Scrum Day 2022

Inhaltlich spricht mich an diesem Tag der Vortrag von Jan Neudecker am meisten an. Jan erzählt aus der Sicht eines Sportlers über die Parallelen zum Agilen Arbeiten. Mich motiviert der Vortrag wieder mehr Sport zu machen und ich finde die vielen Analogien aus dem Talk sehr treffend.

Zum Ausklang des Tages rappt Adam Janosch noch live seinen Scrum Master Song und ohne Zugabe wird er nicht von der Bühne gelassen. Der Abend klingt beim gemeinsamen Barbeque aus. Hier ergeben sich wieder gute Gespräche. Das war auch in den Pausen zwischen den Vorträgen schon so. Der Austausch mit der agilen Community ist toll und für mich persönlich an diesem Tag eigentlich auch noch viel mehr wert als die Inhalte aus den Vorträgen.

Tag 2

Der 2. Tag auf dem Scrum Day beginnt mit einem zutiefst berührenden Vortrag von Artem Bykovets und Andrii Glushchenko, die sich live aus der Ukraine zu uns schalten. In ihrer Session erzählen die Beiden, wie der Krieg die Gesellschaft verändert hat. Die Bilder und Worte bewegen uns alle und wir versuchen mit unserem minutenlangen Applaus am Ende unserer Hoffnung auf Frieden Ausdruck zu verleihen.

Einen wichtigen Beitrag liefern an diesem Tag auch Stephanie Gasche und Andreas Ellenberger mit ihrem Vortrag zu Cirular Economy. Sie erinnern mich daran, dass wir auch in der Produkt- und Softwarentwicklung den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen immer mitdenken sollten. Eine spannende Frage, die ich aus dem Talk mitgenommen habe, lautet: “Ist die Natur als Persona eigentlich bei unserer Produktentwicklung mitberücksichtigt?”

Kuschelig wird es in der Session mit Marc Kaufmann. Der Raum platzt quasi aus allen Nähten. Jeder möchte erfahren, was es mit der Kunst direkt Nein zu sagen auf sich hat. Mir ist dabei vor allem in Erinnerung geblieben, dass ein Nein immer auch ein Ja zu etwas Anderem im besten Falle Wertvollerem ist.

Fazit

Vielen herzlichen Dank an alle Speaker für die inspirierenden Vorträge und das ganze Orga-Team von Scrum-Events für die zwei tollen Tage in Filderstadt! Ich konnte einige neue Anregungen und Impulse mitnehmen und viele neue Kontakte knüpfen. Der Austausch innerhalb der agilen Community war sehr angenehm und bereichernd. Gerne komme ich nächstes Jahr wieder!

Weitere Informationen zum Ablauf und den einzelnen Sessions finden sich auf der offiziellen Webseite zum Scrum Day.

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