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Code Clinic schließt Lücke zwischen Consulting und externer Entwicklung (März 2011)

Gründe, warum ein IT-Projekt scheitert oder nicht voran kommt gibt es viele. Mal fehlt das Know-how, mal werden die Anforderungen an die Software nicht exakt genug beschrieben oder die Kommunikation zwischen IT-Abteilung und Management stimmt nicht. Die Code Clinic der Firma synyx, Anbieter von Softwarelösungen und Dienstleistungen, legt den Finger auf die schwelende Wunde und gibt Hilfe zur Selbsthilfe.

Fehler in der Software können Unternehmen teuer zu stehen kommen. Zum Beispiel wenn sich dadurch die Einführung eines neuen Produktes verzögert oder der fortlaufende Betrieb nicht mehr gewährleistet ist.
"Wenn es soweit kommt, dann schieben sich die am Projekt beteiligten Mitarbeiter gerne gegenseitig die Verantwortung an der nicht optimalen Umsetzung zu", weiß Joachim Arrasz, synyx-Mitgründer und verantwortlich für den Bereich Code Clinic.
Joachim Arrasz und seine Mitarbeiter werden in Firmen gerufen, in denen es brennt. Ihre Aufgabe ist es dann den Brandherd zu lokalisieren und gemeinsam mit ihren Auftraggebern an die Lösch- und Aufräumarbeiten zu gehen. "Wir gehen erst wieder, wenn unsere Kunden ihre Projekte eigenständig betreiben und weiterentwickeln können", erklärt Arrasz. Doch nicht immer werden die Entwickler erst fünf vor zwölf dazugezogen. Viele Unternehmen holen synyx bereits bei der Planung eines neuen Projekts mit ins Boot.

Die Code Clinic der Karlsruher Firma synyx unterstützt Unternehmen, deren Software nicht mehr wartbar ist oder die vor einer Neuentwicklung stehen. Dabei hat der Software Architekt die Erfahrung gemacht, dass häufig eine Vielzahl von Gründen zu Verzögerungen und Problemen in der Softwareentwicklung führen. Neben technischen Problemen, wie zum Beispiel einer unzureichend dokumentierten Software sind es vor allem die zwischenmenschlichen Faktoren, die einer erfolgreichen Entwicklung im Wege stehen. Mal kommunizieren Management und IT-Abteilung aneinander vorbei, mal sind wichtige Positionen falsch besetzt.

Psychologisches Fingerspitzengefühl ist gefragt

"Typisch für das Management ist die Anweisung, dass es da einen Knopf geben muss und wenn man da drauf drückt, dann soll dies oder jenes passieren. Die IT-Abteilung baut dann mal los und wundert sich, wenn das Management nicht zufrieden ist. Wir predigen dann immer, ihr müsst besser spezifizieren: Wie soll der Knopf aussehen, wo soll er genau hin und was soll passieren," beschreibt Arrasz. Manchmal fehle sogar ein einfacher Bug Tracker, um Probleme zu dokumentieren. Die Mediation zwischen den einzelnen Abteilungen ist nicht immer einfach. Management und Entwickler müssen von der Notwendigkeit genauerer Spezifizierung überzeugt und mit ins Boot geholt werden.

Problematisch sieht Arrasz auch die Teamzusammenstellung in vielen Abteilungen. Ein extremes Beispiel erlebte Arrasz in einem mittelständischen Unternehmen: "Ein IT-Leiter und sechs Studenten, die programmieren sollen... Studenten lernen doch noch, da kann doch niemand perfekte Programme erwarten!" synyx zeigt diese Missstände auf und hilft, funktionierende Hierarchien innerhalb der Teams zu entwickeln.

Während der Kundeneinsätze sind die Karlsruher Entwickler voll in das Team integriert und setzen sich auch für knapp kalkulierte Zeitvorgaben ein. So arbeitete Arrasz mit drei weiteren Mitarbeiter bei United Internet  an der Entwicklung des Cloud Servers mit. "Das Ziel war, in kürzester Zeit einen Cloud Server für Kunden und gleichzeitig eine interne "Private Cloud" zu entwickeln." Abteilungsleiter Jan Löffler von 1&1 bewertet die Zusammenarbeit positiv: "synyx hat uns mit erstklassigen Experten unterstützt und während des kompletten Projekts begleitet. Den Projekterfolg konnten wir so gemeinsam feiern." 14 Monate arbeiteten die synyx Entwickler Hand in Hand mit den Entwicklern von 1&1. Arrasz beriet bei der Teamorganisation und Technik. Der Cloud Server konnte rechtzeitig zum vom Marketing angekündigten Markteinstieg fertig gestellt werden und wurde ein voller Erfolg.

Wissenslücken schließen

Ein weiteres typisches Problem bei neuen Projekten sei das fehlende Programmierwissen in den IT-Abteilungen. "Die werden häufig so sehr mit Anfragen überschüttet, dass denen die Zeit für Fortbildungen fehlt," weiß Arrasz. synyx unterstützt die IT-Abteilung in ihrem Tagesgeschäft und gibt den Mitarbeitern das erforderliche Know-how für Neu- oder Weiterentwicklungen mit. Einen schnellen Know-how Transfer gewährleisten die Softwarearchitekten von synyx durch das eXtreme Programming. Die Entwickler sind gezwungen ihre Arbeit transparent zu halten, häufig zu dokumentieren und für andere Entwickler einsehbar zu machen. "So erkennen wir schnell den Wissensstand jedes einzelnen Mitarbeiters." Ein Bestandteil des eXtreme Programming ist das Pair Programming. Durch das Pair Programming (zwei Entwickler arbeiten an einem Rechner), kann der Kunde am laufenden Projekt seine Wissenslücken schließen und sich von den Code-Doktoren bei synyx einige Tricks abschauen. "Unser Kunde kann so wachsen, pyramidenartig immer besser werden", so Arrasz. Im Klartext heißt das, dass der externe Profi kommt und so lange bleibt, bis die aktuelle Problemstellung gelöst ist oder bis das Projekt abgeschlossen ist.

Die Landesanstalt für Umwelt, Naturschutz und Messung Baden-Württemberg arbeitet seit 2004 mit synyx zusammen. Ein aktuelles Projekt ist die Pflege und Weiterentwicklung des Informationssystems für Geräte- und Produktsicherheit. Eine europaweit einpflegbare Datenbank zu gefährlichen Produkten. "Die Software ist ständig an die aktuellen Bedürfnisse der User anzupassen. Darüber hinaus ist unser Expertenwissen gefragt, um das System noch weiter zu stabilisieren und den laufenden Betrieb zu gewährleisten. Wir suchen gemeinsam mit unserem Kunden nach einer modernen, pflegeleichten und sicheren Alternative", beschreibt Projektleiter Markus Daniel das Arbeitsfeld von synyx. Dabei kommt den Entwicklern ihre langjährige Open Source Erfahrung zu gute. Bei Open Source Anwendungen ist zwar der Quellcode lesbar, aber häufig gibt es keine oder nur eine unvollständige Dokumentation.

Mittelstand und Behörden im Fokus

Seit eineinhalb Jahren bietet synyx die Code Clinic an. Nicht nur mittelständische Unternehmen, sondern auch Behörden greifen gerne auf die Dienstleistung zurück. Auftakt der Zusammenarbeit ist ein gemeinsamer Workshop an dem mindestens zwei synyx-Mitarbeiter sowie Vertreter der IT-Abteilung und des Managements des betreffenden Unternehmens teilnehmen. Hier wird der Status quo sowie die Probleme aus der Sichtweise aller Beteiligten diskutiert. Diese Workshops, weiß Arrasz, verlaufen auch mal recht hitzig und sind häufig die erste richtige Aussprache zwischen den einzelnen am Projekt beteiligten Abteilungen. Manchmal spielen die Karlsruher Entwickler beide Seiten auch bewusst gegeneinander aus, denn erst wenn alle Probleme auf dem Tisch sind, kann mit der gemeinsamen Lösungssuche begonnen werden.

Code Clinic ist Baukastensystem

Nach dem Wokshop erhalten die Kunden eine Problemanalyse mit Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Joachim Arrasz vergleicht die Code Clinic gerne mit einem Baukasten: "Wir bieten Lösungsansätze im technischen sowohl als auch im methodischen Bereich." Jeder Kunde wählt das jeweils passende Modul aus und entscheidet selbst, wie lange er in der Umsetzung von den Software Architekten begleitet werden möchte. "Manche haben schon nach dem Workshop ihre Probleme erkannt und möchten nur noch einige Empfehlungen, wie sie ihre Arbeit optimieren können, andere buchen uns für die gesamte Projektdauer."